The Making of

The Making of

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Willkommen!

Wenn ein Roman erscheint, ist er fertig. Er erscheint, und man geht als sein Urheber / seine Urheberin damit in die Öffentlichkeit und auf Reisen, um aus dem Roman vorzulesen und darüber zu sprechen. Um Fragen des Publikums zu beantworten zu Dingen, die im Kopf eigentlich schon ad acta gelegt sind, weil man sich ja mit neuen Dingen für einen neuen Roman beschäftigt.

Das ist ein seltsamer Vorgang, und mir ging es manchmal so, dass ich Sachen, die ich doch so gründlich recherchiert hatte, in die ich mich hineingedreht hatte, gar nicht mehr so ohne Weiteres parat hatte, wenn ich nach einigen Monaten Lesereise danach gefragt wurde.

Dabei war es doch ein großes Vergnügen gewesen, sich damit zu befassen, und während der Arbeit empfand ich oft eine Entdeckerlust, die ich gern geteilt hätte. 

"Die kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung" entstand in etwa zwei Jahren. Doch bevor der erste Satz mich überfiel, der den Startschuss gab, hatte ich mich mit dem allgemeinen Thema des Erinnerns, Erfindens und Erzählens beschäftigt. Und während der Arbeit entstanden viele Fragen, denen ich nachgehen, Sachverhalte, die ich recherchieren musste. Vieles ist in den Roman eingeflossen, und man kann dort alles nachlesen.

Doch für die Leser*innen, die den Wunsch haben, noch ein wenig mehr über die Hintergründe zu erfahren, oder die einfach noch ein wenig in der Gesellschaft des Romans bleiben möchten, habe ich mir überlegt, dass es schön wäre, hier einige Dinge zu teilen. 

Zum Beispiel Wissenswertes über die englischen Filme, die im Buch vorkommen, und ihre Produzenten, oder Bücher, Menschen, Musik und Filme, die mich inspiriert haben, oder sogar die Orte, an denen ich den Roman geschrieben habe, wie Lüneburg und - in diesem Fall spektakulär: Steigen, dreihundert Kilometer nördlich des nördlichen Polarkreises. Ich durfte nämlich eine sechswöchige Reise nach Nordnorwegen erleben, die ich mit der Künstlerin Ina Abuschenko-Matwejewa https://ina-abuschenko-matwejewa.de unternahm, eingeladen ins Künstlerhaus Tare Steigen Air https://www.facebook.com/Steigenair/, in Leinesfjord, um dort einen Monat lang zu arbeiten.

Oben auf dem Foto sieht man mich in Tare in der Küche sitzen, wo ich - wie zuhause - am Morgen im Nachthemd immer schon die ersten Seiten schrieb.

Ich wünsche meinen Leser*innen viel Freude mit diesem "Making of"!

Du kannst mir / Sie können mir auch gern schreiben und Fragen stellen, ich will gern versuchen, sie zu beanworten.

 

An unserem ersten Morgen in Tare im Atelier, wie man sieht, sind Raum und Tisch noch ganz leer.