Komödie über Heinrich von Kleist, der mit seinem
Freund Ernst von Pfuel
in der Ewigkeit lebt: das heißt, in einer (Alt-) Herren WG in unsere Zeit
(das heißt unsterblich sein), mit einer polnischen Putzfrau als Verbindung
zur Außenwelt, eine Putzfrau braucht es, weil bei Kleist immer so viel Staub
herumliegt). Überall lauert der Verrat, Misstrauen und Eifersucht, denn die
beiden Männer haben noch ein paar Rechnungen miteinander offen.
Henriette Vogel ist unterdessen als Kriegsreporterin unterwegs und schaltet
sich live aus dem Kongo dazu, wo sie einen Kollegen unter den Tisch trinkt.
Haiti steht nicht auf der Europakarte, was Kleist reklamiert, und auch sonst
stoßen Wirklichkeit und Wunsch in kleistscher Weise aufeinander.
Kleist und Pfuel können als junge oder in der Ewigkeit gealterte Herren
besetzt werden; die Putzfrau ist jung und gewitzt, Henriette eine Draufgängerin.
"Die Freude am Tod
hat mir der Tod verleidet
wer hätte das gedacht
das ist die größte Strafe
der Unsterblichkeit
eingesperrt zu sein in
diesem Zimmer mit Pfuel"
(Kleist)
Im November 03 las
sie
in der Mutter Fourage
in Berlin-Wannsee:
"Keine Ananas für Herrn von Kleist"
