Zuflucht im Schönen No. 57: Schwarz und Weiß / Manet und Toni Morrison
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Repräsentation von Wirklichkeit
beinhaltet die Deutungshoheit und Gestaltung derselben. Die große amerikanische Schriftstellerin Toni Morrison (1931-2019) thematisiert in ihrem Essayband "Im Dunkeln spielen - Weiße Kultur und literarische Imagination" (rororo 1996, auf Engl. Playing in the Dark , 1992), wie in der Alltagssprache und im literarischen (und bis dahin eben "weiß" dominierten) Kanon dunkelhäutige (sie sagt "schwarze") Menschen repräsentiert werden ...
Zitat: "Meine Verletzlichkeit würde eher da liegen, wo Schwarzsein romantisiert, als wo es dämonisiert wird, eher da, wo Weißsein verunglimpft, als wo es konkretisiert wird. Die Arbeit, die ich schon immer tun wollte, macht es erforderlich, daß ich es lerne, Wege zu finden, um die Sprache von ihrer manchmal unheimlichen, oft trägen und fast immer voraussagbaren Verwendung von rassisch geprägten und festgelegten Ketten zu befreien." aus: "Im Dunkeln spielen - Weiße Kultur und literarische Imagination", S. 14

Manet, 1863

Ich zeige das damals Skandale auslösende Bild "Olympia" von Manet (1863), hier ein Ausschnitt, auf dem neben der sehr jungen selbstbewussten Prostituierten eine dunkelhäutige Person zu sehen ist: in der Funktion einer Dienerin.
persönlich ...
und ich erzähle von meiner ersten Begegnung mit Rassismus in den USA, als ich elf Jahre alt war.