Zuflucht im Schönen No. 88: Brandmauern und Kinder, Ostberlin 1985/86
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Wie formt das Vergessen die Erinnerung?
Was geschieht, wenn in Städten z.B. ganze Gebäude verschwinden, mit den Erinnerungen der Menschen, die einen Teil ihrer Geschichte mit diesen Gebäuden verbinden?
Und welche Rolle können Fotografien spielen?
Das Foto oben ist von Barbara Schnabel, aufgenommen 1985/86 in Ostberlin
Aleida Assmann spricht vom Mnemozid in Städten, der Zerstörung von Erinnerung, der - anders als eine "naturwüchsige" Veränderung und Erneuerung - ein gezielter Akt sein kann, der von Regimen ideologisch genutzt wird, ihre Maßnahmen zu begründen - oder auch Bevölkerungsgruppen auszuschließen.
Roland Barthes sagt in seinem Buch "Die helle Kammer - Anmerkungen zur Fotografie " (dt. 1985) über die Fotografie - vor der Zeit der fingierten oder fingierbaren digitalen Fotografie: " Die Photographie sagt (zwangsläufig) nichts über das, was nicht mehr ist, sondern etwas über das, was gewesen ist. Diese feine Unterscheidung ist ausschlaggebend"