Erinnern, erfinden, erzählen: Tanja Langer liest aus einem entstehenden Roman und stellt sich als Verlegerin vor
DatumOrt Kleist-Schule Potsdam, Friedrich-Ebert-Straße 17
Erinnern, erfinden, erzählen
Tanja Langer, die schon häufiger mit ihren Büchern in der Kleist-Schule zu Gast war - vor allem mit "Wir sehn uns wieder in der Ewigkeit - Die letzte Nacht von Henriette Vogel und Heinrich von Kleist" - beschäftigt sich in fast allen ihren Werken mit Aspekten des Erinnerns und Vergessens. Sie begann, sich mit diesen oft Struktur gebenden Elementen zu beschäftigen und entwickelte daraus ihre Schreib-Workshops. Darin greift sie die Wortgeschichten und kulturellen Bedeutungen des Erinnerns, Erfindens und Erzählens auf und verflicht diese Gedanken als Anregungen zu ungewöhnlichen Übungen in die Schreibarbeit der TeilnehmerInnen ein.
Im Anschluss an ihren ganztägigen Workshop zum Thema "Erinnern, erfinden, erzählen" für die Studierenden der Kleist-Schule (am Mittwoch), wird sie an diesem Abend zunächst ein Resümee ziehen und dann über ihre vielfältige Arbeit als Verlegerin sprechen. Denn damit bestimmte individuelle Erzählstimmen zu Gehör gebracht und nicht vergessen werden, aber auch neue ungewöhnliche Stimmen ihren Platz in unserer literarischen Welt finden, hat sie 2015, offiziell dann 2016, den Bübül Verlag Berlin gegründet und seither ca. 20 Bücher veröffentlicht.
Über ihre Arbeit als Stoff(er)finderin, Mitdenkerin, Lektorin und andere Aufgaben einer Verlegerin spricht sie und stellt einige ihrer Bücher vor.
Abschließend entführt sie in ihre eigene Schreibwerkstatt und berichtet, wie
ein Roman entsteht!
... wie sie auf ihr Thema gekommen ist, wie die Gestaltung eines Romans verläuft ... und sie liest eine Passage aus ihrem entstehenden Roman vor: "Die Erfindung der Erzählerin oder Meine kleine Großmutter und der Direktor des englischen Kinos", der in die Zeit der britischen Besatzung in Lüneburg zurück führt.
Das Foto von Tanja Langer hat die Fotografin Barbara Schnabel gemacht!
Wir sehn uns wieder in der Ewigkeit - Die letzte Nacht von Henriette Vogel und Heinrich von Kleist
von Tanja Langer
»Tanja Langers Buch ist nicht nur eine Liebeserklärung an den Dichter, sondern auch an das Dichten.« Katrin Bettina Müller, die tageszeitung 27.10.2011 Am 21. November 1811 erschoss Heinrich von Kleist am Kleinen Wannsee zuerst Henriette Vogel und dann sich selbst. Tanja Langer erzählt, was in der Nacht vor dem Selbstmord passiert sein könnte. Heinrich und Henriette übernachteten im Gasthaus der Familie Stimming direkt am Wannsee. Was machen zwei Menschen, die eine besondere Beziehung verbindet, in den letzten Stunden ihres Lebens? Sie wohnten Tür an Tür, schrieben ihre letzten Briefe, Heinrich reinigte die Pistolen. Eindringlich lässt Tanja Langer das Geflecht aus Lebens(un-)möglichkeiten, Freundschaften und Verletzungen aufscheinen, das die beiden in ihren Freitod führte.
Kategorie: Bücher
Der Maler Munch - ein 'fulminantes Porträt'
von Tanja Langer
"Ein atmosphärisch dichtes, faszinierendes Buch." Kurier, Wien 2013 Es sind die Extreme, denen sich der große Maler Edvard Munch Zeit seines Lebens ausgesetzt hat. Tanja Langer schreibt hier keine klassische Biografie, sondern eine literarische Annäherung, ausgehend von seinen Bildern. Entstanden ist das spannende Porträt eines Menschen, der sich getrieben fühlte, sich selbst in eine Nervenheilanstalt einwies, grandiose Kunstwerke schuf und heute von der jungen Künstlergeneration wieder entdeckt wird. Die intensive Hassliebe zu Tulla Larsen, die Auseinandersetzung mit der Fotografie, Munchs Ringen um Freiheit und Unabhängigkeit als Künstler, seine rastlosen Reisen von Paris, Berlin, Warnemünde über Kopenhagen bis Ekely – man wird Munchs Bilder mit anderen Augen sehen.
Kategorie: Bücher
Singvogel, rückwärts - Erzählung
von Tanja Langer (Text) und Christiane Wartenberg (Zeichnungen)
Eine ver-rückend berückende Reise nach Polen, eine Frau mit zwei Vätern und drei kleinen Mädchen im Fonds. In der privaten Geschichte einer ins Trudeln geratenden Identität spiegelt sich auch ein Stück deutsch-polnischer Geschichte.
Kategorie: Literarische Texte
Der Tag ist hell, ich schreibe dir - der Roman
von Tanja Langer
Helen ist 19 und liest Marx in einer Ökobäckerei, in den 1980ern, als sie dem Bankier Julius begegnet - verschiedener könnten ihre Welten kaum sein. Ein großer Roman über eine Beziehung, die in kein Raster passte, und die durch ein Attentat ihr jähes Ende fand. Eine verrückte Zuneigung vor dem Hintergrund deutscher Geschichte, von den 1930ern bis heute, poetisch und politisch zugleich.
Kategorie: Bücher